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Starker Kampfgeist wird nicht belohnt

1. Herren - Genau 48:16 Minuten zeigte die Hallenuhr in der Realschulhalle, als Marten Kante, Keeper des Handball-Landesligisten HSG Verden-Aller, von den Unparteiischen Hamann/Wachowiak eine klare Rote Karte gezeigt bekam. Er hatte Torge Wichmann von Tabellenführer SG Achim/Baden II beim Tempogegenstoß regelwidrig gefällt.
„Tut mir leid. Ich habe mich sehr verschätzt“, so seine entschuldigenden Worte. Zum Zeitpunkt der Hinausstellung hatte seine Mannschaft noch mit 21:20 im Vorteil gelegen. Am Ende hieß es am Sonntag dann 24:26 (13:14) – und die SG-Reserve konnte froh über sein den doppelten Punktgewinn sein.
„Das Spiel hat echt Spaß gemacht. Entscheidend war die Phase ab fünf Minuten vor der Roten Karte, als wir vorne die Treffsicherheit verloren“, haderte HSG-Coach Sascha Kunze. Gäste-Trainer Karsten Krone war sehr froh, die Aufgabe an der Aller ohne Backe auf die Reihe gekriegt zu haben. Er sprach von der Kunst, Rückstände noch wettzumachen. „Wir mussten uns jeden Treffer hart erarbeiten. Aber durch den Auswärtserfolg haben wir einen weiteren Baustein zur Mission Aufstieg geschafft.“ Dabei war es alles andere als gut für die Gastgeber losgegangen. Der verletzte Jan Torge hatte die Trikottasche der Allerstädter vergessen. Daher mussten die Kunze-Jungs auf Trikots in Signalfarbe zurückgreifen. „Um ein Zeichen zu setzen. Wir hoffen auf Wiedergutmachung für die überdeutliche Hinspielpleite“, so die Kunze-Aussage. Sein Team hielt klasse dagegen und war beim 6:6 (13.) durch Routinier Björn Fechner auf Augenhöhe. Doch wenig später nagelte Sascha Genee einen Siebenmeter an die Latte, und die SG entwischte bis zur Pausenführung. „Unsere Abwehr ist aber deutlich besser geworden“, so Kante.


Setzte sich gegen Achim/Badens Erik Schmidt durch und erzielte einen seiner zwei Treffer: Verden-Allers Tim Härthe. © Bogner

Und es wurde noch besser. Mit dem 16:16 (39.) eröffnete der zehnfache Torschütze Oliver Schaffeld die beste HSG-Phase. Erneut Schaffeld per Siebenmeter traf zum 21:18 (45.). „Es ist noch ewig zu spielen“, bremste Kunze. Fortan ordnete SG-Regisseur Max Schirmacher die Aktionen, Tjark Meyer bestach noch mit fünf Toren. Spätestens als Meyer per Siebenmeter zum 22:25 (55.) traf, waren sämtliche Zweifel ausgeräumt. Für Verdens Trainer, der einen großen Kampf sah, nicht ganz so wild: „Durch die anderen Resultate sollten wir rechnerisch nicht mehr absteigen können.“

Tore HSG Verden-Aller: Schaffeld (10/5), Rosilius (3), Wolkow (3), Mattfeldt (3), Fechner (3/1), Härthe (2).
Tore SG Achim/Baden II: Schirmacher (7), Meyer (7/4), Schmidt (5), Stoick (3), Hoppe (2), Borm (2).

 Quelle: Björn Lakemann Aus der Verdener-Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung - 16.04.2018